Penny verändert seine Regionsstruktur

Von Mirko Jeschke | Fotos: Penny | Drucken

Im Rahmen einer Neustrukturierung der Regionen konzentriert sich Penny zukünftig auf fünf statt bisher acht Regionen. Hintergrund sind die teils deutlichen Größenunterschiede zwischen den einzelnen Regionen, die sich bislang als unvorteilhaft erwiesen.

Der zur Rewe Group gehörende Discounter Penny legt seinen Fokus zukünftig auf fünf statt bisher acht Regionen, deren Größe, Struktur und Leistungsstärke vergleichbar sind. Mit der Verschlankung will das Unternehmen nach eigenen Angaben die Effizienz weiter optimieren und zusätzliche Synergien heben. In den bisherigen Strukturen erwiesen sich vor allem die zum Teil erheblichen Größenunterschiede zwischen den einzelnen Regionen als nachteilig. So gehörten zu der bislang kleinsten Region Rosbach lediglich 189 Filialen, während die größte Region Wiesloch 404 Filialen umfasste.

Künftig unterteilt sich das Deutschland-Geschäft von Penny in die Regionen Nord, Ost, West, Südwest und Süd. Dabei werden im Norden die Regionen Norderstedt und Lehrte zusammengeführt; Dienstsitz ist Norderstedt. Im Osten (Dienstsitz Teltow) werden die Regionen Großbeeren und Rüsseina zusammengelegt, während im Westen (Dienstsitz Köln-Bocklemünd) der bisherige Standort Köln zur Region West wird. Im Südwesten (Dienstsitz Wiesloch) werden die Regionen Rosbach und Wiesloch zusammengeführt. Schließlich wird die Region Eching zur Region Süd und übernimmt von Wiesloch den Lagerstandort Neuhausen mit den dazugehörigen Filialen; Dienstsitz bleibt Eching.

Im Rahmen der Neustrukturierung der Regionen werden die Verwaltungsstandorte in Lehrte, Rüsseina und Rosbach anderweitig genutzt. Für die betroffenen Mitarbeiter werden laut Penny unter Einbindung des Betriebsrats Gespräche mit dem Ziel stattfinden, möglichst jedem Mitarbeiter ein Übernahmeangebot an den neuen Regionsstandorten oder aber innerhalb der Rewe Group zu unterbreiten. Für die Mitarbeiter, bei denen eine Übernahme nicht möglich oder seitens der Mitarbeiter nicht gewünscht ist, werden Verhandlungen mit den Betriebsräten für einen Sozialplan/Interessenausgleich angestoßen.

Stefan Magel, Bereichsvorstand Handel Deutschland und COO Penny: „Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass es den großen Penny Regionen leichter fällt, die Ressourcen optimal auszuschöpfen und dadurch bessere Ergebnisse zu erzielen. Mit der Harmonisierung der Regionen legen wir den Grundstein, um die vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern. Wir wollen uns heute auf die Anforderungen von morgen vorbereiten. Wir werden das Wachstumstempo weiter erhöhen, um im Konzert der führenden Discounter auf Sicht weiter gut mitspielen zu können. Wir werden das aber nur schaffen, wenn wir jedes Potenzial nutzen, um die Ertragskraft zu stärken und die Betreibungsqualität der Filialen noch weiter zu erhöhen. Dazu gehören neben Vertriebskonzepten, Sortimenten, Ladenbau/-gestaltung und Marketing insbesondere auch unsere unternehmensinternen Prozesse und Organisationsstrukturen. Wir werden mit der neuen Struktur jetzt noch schneller und effektiver. Und vor allem, wir optimieren für die Mitarbeiter in den Märkten die vorgelagerten Abläufe und Prozesse.“

Penny erwirtschaftete im vergangenen Jahr in Deutschland mit rund 2.180 Filialen und 27.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 7,5 Milliarden Euro. Im Ausland wurden mit über 1.400 Filialen und 21.000 Mitarbeitern 4,5 Milliarden Euro erlöst.

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