Superskyr

Von Sven Krause | Drucken
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    Peter Giørtz-Carlsen Vizepräsident Europa Arla Foods

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    Foto: Thinkstock.com/Zoonar RF; Unternehmen

Mit Skyr hat Arla eine ganze Kategorie umgekrempelt. Seit der Einführung vor zwei Jahren kommen immer mehr Handelsmarken auf den Markt. Angst macht das dem schwedisch-dänischen Molkerei-Riesen nicht.

Das breite Lächeln von Peter Giørtz-Carlsen, Vizepräsident Europa bei Arla Foods, ist selbst durch das Telefon zu spüren. Wenn der Däne über Skyr und die inzwischen zwei Jahre andauernde Erfolgsgeschichte des proteinreichen und fettarmen Quarks aus Island erzählen darf, dann steigt seine Laune gleich um ein Vielfaches. Angesichts der Zahlen, die das Marktforschungsinstitut IRI Information Resources für Skyr ermittelt, kein Wunder.

Mit einem mageren Anteil von lediglich einem Prozent am Gesamtumsatz der Kategorie Quark ist Skyr 2015 gestartet. Ein Jahr später waren es bereits 5,1 Prozent und nach den letzten Zahlen aus dem April 2017 sind es bereits 6,8 Prozent. Zudem hat Arla es geschafft, mit Skyr eine komplett neue Produktgruppe im umkämpften Mopro-Segment zu etablieren.

Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten

Peter Giørtz-Carlsen erläutert: „Wir haben mit Skyr ein traditionelles isländisches Produkt inzwischen europaweit erfolgreich etabliert. Mit seinem Proteingehalt von elf Prozent ist er bestens dazu geeignet, sportliche Menschen beim Muskelaufbau zu unterstützen. Außerdem ist er reich an Kalzium. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem tollen Snack für Kinder im Wachstum.“ Dazu nur 0,2 Prozent Fett.

Zahlen lügen nicht. Und die von Skyr lassen offensichtlich auf noch mehr Erfolg schließen. Daher schreiben die Produktentwickler von Arla weiter eifrig an der Erfolgsgeschichte. Neben verschiedenen Verpackungsgrößen, 150 und 500 Gramm, wurde zuletzt erfolgreich der Skyr-Drink gelauncht. Giørtz-Carlsen: „Skyr ist so vielseitig, dass wir noch viele Ideen im Portfolio haben. In Skandinavien gibt es ihn in den verschiedensten Geschmacksvarianten. Einige davon werden wir sicherlich auch im deutschen LEH zu platzieren versuchen.“

Frei nach dem Motto „Konkurrenz belebt das Geschäft “ sehen die Entscheider bei Arla die zunehmenden Versuche, Skyr-Handelsmarken zu etablieren, sportlich und leiten daraus sogar noch etwas Positives ab. Giørtz-Carlsen erläutert: „Wenn mich jemand nachmacht, muss mein Produkt erfolgreich sein. Ansonsten würde niemand versuchen, mich zu kopieren. Doch wir setzen auf Qualität und Innovation und sind uns sicher, dass wir erfolgreich bleiben.“ Da passt es ins Bild, dass Trends auch abseits von gewohntem Terrain Fuß fassen können.

Gekühlt und gefroren

Lidl verlegte etwa den Skyr-Trend aus dem Mopro-Regal in die Tiefkühltruhe. Dort wurde als „Frozen Skyr“ die Produktidee für die Marke „Gelatelli“ adaptiert. Die Eigenproduktion von Milbona steht quasi direkt daneben. Auch bei Discounter Aldi Nord steht Skyr inzwischen erfolgreich mit der Eigenmarke Milsa im Regal, bei Aldi Süd heißt die Variante Desira. Angesichts der Vielzahl der Handelsmarken fühlen sich die Macher bei Arla nur weiter bestätigt und sind sich auch sicher, ihre eigene Erfolgsgeschichte noch um das ein oder andere Kapitel zu erweitern.

3 FRAGEN an Peter Giørtz-Carlsen, Arla

Herr GiØrtz-Carlsen, welche Rolle spielt Skyr für Arla bei Mopro?
Wir haben mit Skyr ein bisher im westlichen Europa und vor allem in Deutschland komplett unbekanntes Produkt gelauncht und damit eine neue Kategorie im Mopro- Sortiment eröff net. Angesichts der immer weiter steigenden Absatzzahlen gibt uns der Erfolg Recht mit unserer Entscheidung.

Welche Weiterentwicklungen von Skyr sind noch möglich?
Vor allem für den deutschen Markt gibt es da eine Reihe von Möglichkeiten. Neben einer kleineren Verpackungseinheit haben wir den Skyr-Drink in zwei Geschmacksrichtungen platziert. Zudem gibt es Skyr in Dänemark mit Chili oder Honig verfeinert.

Wie sieht die Positionierung von Skyr gegenüber den Handelsmarken aus?
Der Aufbau von Handelsmarken bestätigt unseren Erfolg mit Skyr. Um uns weiter zu positionieren setzen wir vor allem auf den Qualitätsgedanken und bleiben innovativ.

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