Quetschies! Hier fruchtet´s

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    Foto: Thinkstock.de/Vasilyevalara

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    Alexander Neumann Geschäftsführer Erdbär Foto: Unternehmen

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    Durch verschiedene PoS-Tools kann dieMarke am Point of Sale erlebbar werden. Foto: Unternehmen

Obst und Gemüse im Beutel? Püriert? Wozu eigentlich? An Quetschies scheiden sich die Geister. Die Zahlen sprechen dagegen eine eindeutige Sprache: Das Segment wächst rasant – und ein Ende ist nicht abzusehen.

Als Alexander und Natacha Neumann mit ihrem Start-up Erdbär vor sechs Jahren die ersten Quetschies auf den Markt brachten, mussten sie viel erklären: Püree aus Bio-Obst und -Gemüse, verzehrfertig zum
Mitnehmen. „Auf dem Markt für Kindersnacks ist lange Zeit nicht viel passiert. Snacks standen bis dahin immer für etwas Ungesundes“, sagt Alexander Neumann. Zu dieser Zeit waren die beiden Gründer nahezu die einzigen Anbieter. Mit dem wachsenden Erfolg der Portionsbeutel strömten immer mehr Hersteller auf den Markt.

Zuletzt erzielten die Pouches laut dem Marktforschungsinstitut IRI Information Resources im Lebensmittelhandel und den Drogeriemärkten ein Umsatzplus von knapp 23 Prozent auf etwa 70,2 Milliarden Euro (MAT Februar 2017). Erdbär führt mit „Freche Freunde“ inzwischen Portionsbeutel in knapp 20 verschiedenen Varianten im Sortiment, außerdem Frucht- und Gemüsechips, Knabbersnacks,
Riegel, Nudeln und Frühstücksprodukte. Erdbär platziert seine Produkte als gesunde Alternative zu gängigen Snacks wie etwa Schokoladenriegel.

Der stärkste Vertriebskanal

Der Umsatzanteil von Pouches am Segment Beikost stieg zuletzt von 13 auf 15 Prozent. 65 Prozent des Umsatzes mit den Portionsbeuteln entfallen dabei auf die Drogeriemärkte. Der Mengenpreis sank zuletzt von 8,66 Euro auf 8,03 Euro pro Kilogramm. Die Marktforscher führen diese Entwicklung vor allem auf die wachsende Bedeutung des Preiseinstiegs und von Mehrfachpacks zurück. Das durchschnittliche Mengenpreisniveau der Pouches liegt deutlich über dem Warengruppendurchschnitt, so die Marktforscher – und ist damit auch für den Handel attraktiv.

Vor einem Jahr hat Hersteller Humana Frucht- Quetschbeutel eingeführt und verzeichnet seitdem wachsende Umsätze und Listungen. „Wir erwarten ein Wachstumspotenzial insbesondere für weitere Sorten und Segmente wie Gemüse“, sagt Marketingmanager Philipp Nahrmann. Bei den Dessertquetschies gehört Hersteller Alete zu den Vorreitern. Kürzlich hat das Unternehmen den ersten herzhaften Quetschie lanciert – Couscoussalat. „Gerade die Innovationen im Quetschbeutelsegment haben für Alete zu einer Umsatz- und Absatzsteigerung geführt“, heißt es.

Die Verwendungszwecke werden vielfältiger: Bei Hipp gibt es neuerdings Pouches für die Verwendung beim Sport, Smoothies im Quetschbeutel wurden soeben eingeführt. Stefan Dornauf, Leiter Handelsmarketing, Kooperationen & Sponsoring bei Hipp, sieht in den Pouches keinen Ersatz für Äpfel, Bananen und Co. „Frisches Obst ist ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Speiseplanes von Kindern. Daran gibt es nichts zu rütteln.“

3 FRAGEN an Alexander Neumann, Erdbär

Warum mussten Sie bei den Einkäufern anfangs Überzeugungsarbeit leisten?
Zu dieser Zeit gab es noch keinen großen Player, der mit Quetschies auf dem Markt vertreten war. Wir mussten also dieses neue Format den Einkäufern erst einmal erklären. Obst könnte man ja auch einfach mitnehmen.

Warum funktionieren Quetschies?
Es ist ein gesundes, leicht verständliches Produkt. Frisches Obst ist immer am besten. Im Alltag gibt es aber einfach Situationen, die nach einer praktischen Lösung verlangen – zum Beispiel, wenn Sie im Auto sitzen.

Bei Gemüse-Quetschies zögern viele Verbraucher noch. Warum?
Eltern befürchten, dass Kinder sie nicht essen, weil sie Gemüse enthalten. Ich vermute, dass es sich dabei einfach um eine falsche Annahme handelt und mehr Sorten akzeptiert würden, als Eltern glauben.

Die richtige Platzierung

Optimal platziert sind Quetschbeutel (Quetschies) im „Kinder- Meter“. Da Shopper sich bei ihrer Suche auch nach der Altersangabe richten, empfiehlt Hipp eine Platzierung im Anschluss an das Babyregal. Durch die Platzierung in anderen Warengruppen – zum Beispiel bei Obst & Gemüse – lassen sich auch Fremdverwender ansprechen.

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