Eine Reife-Geschichte

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Wie die Käsetheke zum Erfolgsfaktor wird: Ausführliche Statements von Bernhard Berger (Geschäftsführer Vertrieb, Edeka Minden-Hannover) und Jan Roelofs (Managing Director Deutschland & Export Beemster - Cono Kaasmakers).

 

Herr Berger, wird die Theke wirklich immer wichtiger für den selbstständigen Kaufmann?

Ja, die Bedientheken für Käse, wie auch für Fleisch, Wurst, Fisch und Backwaren, gehören zu den wichtigsten Differenzierungsaspekten gegenüber den Discountern und dem Online-Handel, wenn auch eine gewisse Flächengröße und Kundenfrequenz die Voraussetzungen dafür sind. Kompetente Fachkräfte stehen den Kunden an den Käse-Bedientheken beratend zur Seite. Die Verkaufstrainer der Edeka Minden-Hannover sind als Käse-Sommelière ausgebildet und geben ihr Wissen an die Mitarbeiter an den Bedientheken weiter. In einigen Märkten haben auch bereits einzelne Mitarbeiter vor Ort die Ausbildung zum Käse-Sommelier erfolgreich abgeschlossen.

Wie muss eine Theke aufgebaut sein, um optimale Ergebnisse liefern zu können?

Eine erfolgreiche Käse-Bedientheke zeichnet sich durch das Angebot verschiedener Käsearten aus - mit  Schnitt-, Hart-, Weich- oder Frischkäse. Die Sortenvielfalt sowie die Auswahl besonderer Käsesorten sind dabei entscheidend. Im Trend liegen Käse-Spezialitäten aus dem Ausland, z. B. amerikanische Käsesorten, sowie Bio-Käse. Gerade kleinere, regionale Lieferanten erzeugen ihre Käseprodukte in Bio-Qualität. Diese Produkte sind auch der Unterschied zum SB-Regal. Während die Klassiker, wie Gouda oder Leerdammer, vorrangig an den SB-Regalen abgesetzt werden, sind an den Bedientheken die regionalen, Bio- und ausländischen Käsesorten beliebt. Diese gibt es meist nicht in Selbstbedienung. Für die Bedientheken können die Einzelhändler aus fast 500 Käsesorten wählen, hinzu kommen die kleineren, regionalen Lieferanten.

Bei unseren Käsetheken setzen wir aber auch auf die dort angeschlossenen offenen Theken mit vorbereiteten Produkten für die Selbstbedienung. Diese Kombination aus SB und Bedienung macht die Käsetheken zum Erfolg.

Die Käse-Bedientheke sollte zudem einen Fachabteilungscharakter vermitteln, z. B. durch die Platzierung von Produkten, die zum Käse-Genuss dazugehören, wie Käsepralinen, Weine oder Cracker.

 

Herr Roelofs, wie hat sich nach Ansicht der Experten bei Beemster die Wahrnehmung und die Positionierung der Käsetheke beim Shopper in den vergangenen zwölf Monaten verändert?

Der Kunde orientiert sich an der Bedientheke mittlerweile noch mehr in Richtung Authentizität und Purheit. Er schaut verstärkt nach wirklich leckeren Produkten, angepasst an seine persönlichen Bedürfnisse. Dazu gehört inzwischen eine gewisse Lustorientierung. Es muss lecker sein und seinen Genuss befriedigen. Der Preis rückt dabei in den Hintergrund. Frische steht auch im Fokus, dazu geht man an die Theke. Unverändert bedient die Theke auch das Bedürfnis nach nachhaltigen Produkten, also Käsen, die mit Rücksicht erzeugt wurden. Hier sucht der Shopper auch Produkte, die Mehrwert & Erlebnis bieten.

Welche Tipps zur Positionierung der entsprechenden Sorten können die Experten von Beemster geben?

Wir empfehlen eine deutliche Positionierung einer Käsesorte auf wenige, klare Werte. Bei Beemster merken wir, dass die Kunden unsere Ausrichtung auf besten Geschmack und höchste Qualität wertschätzen. Diese Werte müssen sich dann in allem widerspiegeln, was das Unternehmen ausmacht und womit der Kunde in Berührung kommt.

Welche Sorten werden nach Ansicht der Experten von Beemster aktuell besonders gefragt, welche Sorten werden vor allem im Weihnachtsgeschäft besonders gefragt werden?

Kunden wünschen zu Weihnachten hochwertige, hochpreisige, geschmackvolle, besondere Käse. Zum Fest muss es das „beste“ Produkt sein. Hier ist die Theke der optimale Ort, um besondere Sorten anzubieten. Hier wird probiert, hier wird geschwelgt.

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