Ein Stück vom Kuchen

Von Dominique Snjka | Drucken
  • Predictive Maintenance, Sortiment, Besser verkaufen, Möbel, intelligente Möbel, Backwaren, Kuchen, Tiefkühlkost, Rundschau, Medialog

    Foto: R. Rosendahl

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Backwaren zählen zu den stärksten Wachstumstreibern in der Kategorie Tiefkühlkost. Kuchen und Torten sind Impulsartikel. Über den Kauf kann eine Kleinigkeit entscheiden.

Schon die Rezeptnamen lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen: etwa Tiramisu-Biskuitrolle mit Himbeeren oder Hefeteigherzen mit Tonkabohne und Heidelbeerbutter. Backen ist ein wiederentdeckter Trend, und in der virtuellen Welt läuft eine Wette um das raffinierteste Rezept.

Die Realität sieht zuweilen anders aus: Ein Geburtstag steht an, die Zeit ist knapp und die Motivation zum Backen noch geringer. Der Griff in die Truhe ist für viele Shopper eine bequeme Lösung: Im vergangenen Jahr setzte die Kategorie TK-Backwaren im Lebensmittelhandel (über 200 m2) rund 299,4 Millionen Euro um (YTD Mai 2017 vs. YTD Mai 2016). Der Umsatz wuchs um 3,2 Prozent. Die Kategorie „ist einer der Wachstumstreiber für die gesamte Warengruppe Tiefkühlkost“, sagt Carolin Manderfeld vom Marktforschungsinstitut IRI Information Resources. Der Teilmarkt Gebäckstücke ist laut IRI Haupttreiber dieser positiven Entwicklung: Letztere legten um 16,4 Prozent zu und erzielten einen Umsatz von 35,8 Millionen Euro.

Wachstumspotenzial aus der Truhe

Auch die anderen Segmente wuchsen: Kuchen um 4,2 Prozent auf einen Umsatz von rund 68,9 Millionen Euro, Torten um 3,4 Prozent auf knapp 97 Millionen Euro. Wachstumspotenzial sieht Babette Schmidt, Leitung Customer Communication & Sales Development bei Erlenbacher, bei Clean-Label-Artikeln oder Produkten mit besonderem Zusatznutzen. 2016 hat die Nestlé-Tochter drei Artikel eingeführt, die gluten- und laktosefrei sind.

Doch wer greift wie oft zu Schwarzwälder Kirsch- und Erdbeertorte aus dem Tiefkühlschrank? Marktführer Coppenrath & Wiese hat gemeinsam mit Plan + Impuls eine Shopperstudie zu Tiefkühlkost/Tiefkühlbackwaren durchgeführt. Danach ist der typische Shopper von tiefgekühlten Backwaren weiblich und 47 Jahre alt. Jeder Dritte kauft pro Einkaufstour mehr als ein Produkt aus der Kategorie TK-Backwaren. Im Durchschnitt gibt er laut Studie pro Einkauf für Torten, Kuchen und Co. 4,18 Euro aus. Coppenrath & Wiese ist unangefochtener Platzhirsch, wenn es um TK-Backwaren geht.

Das Unternehmen erwirtschaftete nach eigenen Angaben zuletzt ein Umsatzplus von 5,2 Prozent. Welche und wie viele Produkte sie kaufen, würden 57 Prozent der Kunden erst am PoS entscheiden, sagt Oliver Harder aus dem Category Management. Zudem sei bei süßen Backwaren die Geschmacksrichtung ein wichtiges Entscheidungsmerkmal. Harder: „Ist diese nicht verfügbar, greifen Shopper nicht zu einem alternativen Produkt, sondern wechseln das Geschäft .“

Möbel, die mitdenken

Haben Sie schon einmal etwas von Predictive Maintenance gehört? Der Begriff steht für „vorausschauende Wartung“. Auch im LEH geht der Trend zu intelligenten Systemen. Das Kühlmöbelwerk KMW hat mit der Firma Skill Soft ware den Prototyp eines intelligenten Kühlmöbels entwickelt. Über Sensoren kommuniziert es Wartungsmeldungen per WLAN an ein Endgerät, zum Beispiel wenn die Temperatur einen bestimmten Toleranzbereich verlässt.

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