„Un poco reicht völlig“

Von Thomas Wöllhaf | Drucken
  • Oliver Knop, Ein Kaffee mit..., Italienisch, Espresso, Lavazza, Frankfurt, Rundschau, Medlialog

    Foto: Heiko Rhode

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    Foto: Heiko Rhode

  • Oliver Knop, Ein Kaffee mit..., Italienisch, Espresso, Lavazza, Frankfurt, Rundschau, Medialog

    Foto: Heiko Rhode

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    Foto: Heiko Rhode

Als Boss von Lavazza in Deutschland muss man eine große Portion Neugierde mitbringen. Ein kleines bisschen Italienisch reicht zwar für den Job, aber die Zubereitung eines perfekten Espresso zu erlernen ist Pflicht.

Seit dreieinhalb Jahren leitet Oliver Knop die Geschicke der deutschen Lavazza-Niederlassung in Frankfurt. Mit Lifestyle kennt er sich aus. In seinem Leben vor Lavazza war er als Marketingdirektor von Moet Hennessy ständig umgeben von all den Dingen, die das Leben ein kleines bisschen schöner machen. Seine Affinität für Italien machte ihn schließlich zum perfekten Kandidaten für Lavazza.

„Mein Stil als Manager ist auch eher italienisch als amerikanisch. Ich lege sehr viel Wert auf Individualität. Außerdem haben meine Frau und ich eine große Leidenschaft für Italien“, sagt Knop und schaut in den blauen, wolkenlosen Himmel vor seinem Büro. „Alle 14 Tage bin ich jetzt im Hauptquartier in Turin, und wenn ich ein paar Stunden Zeit habe, dann genieße ich die italienische Gastronomie und die Weine. Und meine Frau die italienische Mode.“ Passt also perfekt.

Deutscher mit italienischer Seele
Es ist deutlich zu spüren, dass Oliver Knop seinen Job auch tatsächlich lebt. Er kennt inzwischen natürlich all die Vor- und Nachteile Dutzender von Kaffeevollautomaten, die im Lavazza-Trainingscenter stehen  und an denen die Baristi ausgebildet werden. „Ich bin schon ganz gut, was Kaffee angeht“, sagt Knop. „Aber es wird noch lange dauern, bis ich so gut bin wie unsere Baristi. Es ist nämlich gar nicht so einfach, einen guten Espresso herzustellen.“

Auf der Überholspur
Unter der Führung des 53-Jährigen hat sich Lavazza in Deutschland von 110 Millionen Euro Jahresumsatz auf 160 Millionen Euro gesteigert. „Das ist ein enormer Zuwachs im drittgrößten Kaffeemarkt der Welt“, so Knop. „In Italien war Kaffee schon immer eine geschmacksorientierte Delikatesse. In Deutschland hingegen wurde er früher getrunken, um was Warmes im Bauch zu haben. Aber das hat sich nun geändert.“ Nicht zuletzt auch dank der Missionsarbeit des italienischen Marktführers. Oliver Knop ist Frühaufsteher. Er genießt die morgendliche Stille in seinem Büro. Trotz der Herausforderungen im Job versucht er, nicht zu spät nach Hause zu kommen. Dort wartet nämlich sein zweijähriger Sohn. Nach 20 Jahren Ehe ging der Kinderwunsch in Erfüllung. „Er nimmt zwar viel Zeit in Anspruch, aber er gibt mir auch viel Kraft “, sagt Knop lächelnd und trinkt einen kräftigen Schluck Espresso.

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