"Es geht nur mit Offenheit"

Von Sven Krause | Fotos: Georg Lukas | Drucken
  • Dr. Elisabeth Wagner-Wehrborn Geschäftsführerin Emmi

    Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerinentspannt beim Golf oder bei der Gartenarbeit.Im Urlaub zieht es die gebürtige Österreicherin eher in den Süden. Zuletzt stand Bali auf dem Programm.

  • Dr. Elisabeth Wagner-Wehrborn Geschäftsführerin Emmi

    Ich fühle mich als Österreicherin unter den Rheinländern sehr wohl. Wir sind offen und kommunikativ.

Elisabeth Wagner-Wehrborn hat Emmi Deutschland durch schwierige Zeiten manövriert. Von Unwägbarkeiten lässt sie sich nicht ablenken. Ihr Markenzeichen: Offen sein für Neues und kämpfen, wenn es eng wird.

Eine Österreicherin als Geschäftsführerin eines Schweizer Unternehmens auf dem deutschen Markt: eine interessante Kombination. Elisabeth Wagner- Wehrborn lebt diesen „Dreiklang“ schon seit sieben Jahren – in der Deutschlandzentrale von Emmi in Essen-Kettwig.

Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin hat Emmi Deutschland durch schwierige Jahre geführt, in denen der Umsatz durch einen starken Euro und hohe Rohstoff kosten zurückging – etwa von 2014 auf 2015 um 0,8 Prozent. In 2016 erholte sich der Markt, und der Umsatz stieg wieder um rund sechs Prozent. Für Elisabeth Wagner-Wehrborn die faktische Bestätigung, dass ihr Emmi-Kurs erfolgreich ist.

Am liebsten offen und direkt

„Wir Österreicher sind kommunikativ. Und wir sind off en. Etwa so wie die Rheinländer“, sagt Wagner-Wehrborn. Und wie gestaltet sich die Kommunikation einer Österreicherin mit einem Schweizer? Sie schmunzelt. „Der Österreicher holt schon mal die Keule raus. Wir sind halt direkt.“ Ihr Team zählt 30 Leute. Aber egal, wie  groß oder klein – am Ende geht es immer um die Art der Mitarbeiterführung. „Ich will auf die Stärken fokussieren und nicht Schwächen beseitigen“, sagt Wagner-Wehrborn. Im Idealfall soll jeder auf der für ihn besten Position sitzen.

Klare Erfolgsstrategie

In Sachen Markenführung ist sie kompromisslos: „Leistung, Anspruch, Qualität. Diese drei Punkte sind mit mir nicht verhandelbar“, sagt sie. So war es vielleicht auch eben dieser Anspruch, der Emmi mit Caffé Latte zum jetzigen Marktführer im Segment der kalten Milchkaffeegetränkemarken machte. Auch der Kaltbach- Höhlenkäse hat sich gut entwickelt und rangiert aktuell auf Rang neun unter den Top-Marken an der Käsetheke. Hier sieht sie allerdings noch deutlich Luft nach oben.

Dabei lächelt Elisabeth Wagner-Wehrborn, bietet – ganz perfekte Gastgeberin – einen Happen Käse an und erzählt, dass „wir mit verschiedenen Brotsorten und Chutneys als kulinarische Ergänzung zum Kaltbach-Käse experimentieren“. Dass sie trotz aller Zielstrebigkeit auch eine spontane Ader hat, zeigt sich, als sie dem Wunsch des Fotografen nach ein paar Außenaufnahmen in Kettwig ohne zu zögern nachkommt.

Wir entdecken einen Retroklassiker unter den Automobilen – einen T3 von VW. Unsere Interviewpartnerin ist genauso begeistert wie der Fotograf. So entsteht dann auch unser Foto samt RUNDSCHAU-Kaffeebecher.

Wir fragen die Wahl-Düsseldorferin, wie sie runterkommt vom Alltag. „Ich habe endlich wieder mit dem Golfspielen angefangen und kann daheim bei der Gartenarbeit entspannen.“ Im Anschluss lässt sie sich gern von ihrem Mann bekochen. Damit der Genuss nicht zu kurz kommt und sie Kraft tanken kann für die kommenden Aufgaben bei Emmi.

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