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Briefbomben: Verdächtiger in U-Haft

Nach den Briefbomben-Explosionen unter anderem bei Lidl hat die Polizei einen 66-jährigen Mann aus dem Raum Ulm festgenommen. Den Ermittlungen zufolge waren alle drei Postsendungen in Ulm auf den Weg gebracht worden.

Symbolbild.
Von Martina Kausch | Fotos: Pixabay

Die Reihe von Briefbomben- Explosionen scheint beendet: Die Polizei hat einen tatverdächtigen 66-Jährigen aus dem Raum Ulm festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt überstellt, meldet das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg. Es sei unwarscheinlich, dass der Beschuldigte noch weitere sprengstoffverdächtige Postsendungen versandt hat.

Nach Explosionen von Briefbomben in der Lidl-Verwaltung in Neckarsulm und der Firma ADM Wild in Eppelheim sowie einem Briefbomben-Fund am Flughafen München hatte eine rund hundertköpfige Sonderkommission die Ermittlungen übernommen.  Die am Fughafen München abgefangene Bombe war an die Firma Hipp mit Sitz in Oberpfaffenhofen/ Oberbayern adressiert gewesen. Bei den Explosionen waren insgesamt vier Personen verletzt worden.

Insbesondere die Ermittlungen zum Versandweg und zur Art der Sprengstoffpakete haben nun die Sonderkommission auf die Spur eines Tatverdächtigen aus dem Raum Ulm geführt. Am Abend des 19. Februar habe die Staatsanwaltschaft Heidelberg die vorläufige Festnahme des 66-jährigen Mannes angeordnet und seine Wohnräume durchsucht. Spezialkräfte der Polizei hätten den Rentner an seinem Wohnsitz widerstandslos festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht, so die Polizei.

Laut Ermittler ist es wenig wahrscheinlich, dass der Beschuldigte noch weitere Briefbomben verschickt hat.

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